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Gegensätze, also Aussagen, Kräfte, Darstellungen oder Anschauungen, die völlig konträr sind – das Thema der diesjährigen Blauen Nacht – „Himmel und Hölle“ gab den Impuls für den Inhalt dieser audiovisuellen Arbeit.

In KONTRA wird das Gebäude selbst zum Geschichtenerzähler und erzählt von einem Aufeinandertreffen zweier Kontrahenten. Sie bekommen ihr ganz eigenes, audiovisuelles Vokabular. Der Soloauftritt der ersten Seite etwa drückt sich in einer kalten, monochromen Farbpalette aus. Mit niedrigen Kontrasten und ruhigen Bewegungen kommt er recht zugänglich daher. Der Gegenspieler hingegen spricht eine polychrome Sprache. Mit bunten, flackernden, definierten Formen und klaren, grafischen Gesten bestreitet er seinen Auftritt.

Jede Einheit nimmt die Fassade des Gebäudes für ein paar Momente vollkommen ein, so dass ihr Einfluss auf das Realitätserleben des Betrachters deutlich wahrgenommen werden kann. Die Auftritte der beiden Gegenspieler scheinen zunächst wie ein Kampf um die Vorherrschaft eines jeden Einzelnen. Jeder „Angriff“ steht in direktem Zusammenhang mit dem vorherigen, entwickelt aber auch seinen eigenen Stil weiter.

Zögerlich und subtil beginnen die Gegenspieler doch bald, die audiovisuellen Eigenschaften des anderen anzuerkennen und in ihre Sprache zu inkludieren. Ein Schulterschluss wird geübt, als ihre beiden Realitäten sich vermischen. Sie haben erkannt, dass sie ohne einander nicht sein können. Erst ihre gemeinsame Ko-Existenz macht sie zu sich selbst.

Im Auftrag von: Blaue Nacht Nürnberg

Premiere: 4. Mai 2019

Art Direction: Ana Romão
Production Manager: Lydia Liedtke, Majo Ussat
Creative Consultant: Till Botterweck
Technical Setup & Planning: Frank Wagner (Lynx Media Systems)
Mock-Up Konstruktion: Eike Buff
Sound Design: Thomas Werner

Dokumentation
Kamera: Moritz Horn, Eike Buff
Schnitt: Ana Romão, Moritz Horn
Fotos: Eike Buff